- H Hotels Collection investiert 60,3 Millionen Euro in ein Fünf-Sterne-Resort in Kiotari an der Südostküste von Rhodos.
- 503 Betten auf einem Grundstück von 57.273 Quadratmetern, aufgeteilt auf zwei benachbarte Parzellen.
- Das Gelände grenzt an das Boutique 5 Hotel & Spa, eine weitere Adresse der Gruppe.
- Das Bauprojekt hat die Vorabgenehmigung erhalten. Es werden rund 136 dauerhafte Arbeitsplätze in Aussicht gestellt.
- Gemischte Finanzierung: Eigenkapital, Bankdarlehen und Mittel aus der Entwicklungsförderung.
Rhodos hat in den letzten zwanzig Jahren nicht an Bettenmangel gelitten, sondern an Betten im gehobenen Segment. Darauf setzt die Familiengruppe Hatzilazarou, Eigentümerin von H Hotels Collection, mit mehr als sechzig Millionen Euro auf einem Grundstück in Kiotari, das sie bereits bestens kennt, da sie den direkten Nachbarn betreibt.
Sechzig Millionen Euro, 57.000 Quadratmeter
Die Investition beläuft sich auf 60,3 Millionen Euro für ein Resort mit 503 Betten auf einem 57.273 Quadratmeter großen Grundstück, das sich auf zwei angrenzende Parzellen verteilt. Das Verhältnis von Grundstücksfläche zur Anzahl der Betten ist der entscheidende Wert: Knapp über einhundert Quadratmeter Land pro Bett bedeuten eine für den Mittelmeerraum niedrige Dichte, die dem Naturraum Raum zum Atmen lässt.
Die Baugenehmigung hat ihre Vorabgenehmigung erhalten, der letzten Stufe vor der endgültigen Freigabe. Die Finanzierung kombiniert Eigenkapital, Bankdarlehen und Förderinstrumente. Im laufenden Betrieb sind rund 136 feste Arbeitsplätze angekündigt.
Das künftige Resort ist noch nicht gebaut: Diese Fotografien zeigen das Boutique 5 Hotel & Spa als direkten Nachbarn des Grundstücks sowie weitere Adressen der Gruppe auf Rhodos.
Ein bewusst gewähltes Nachbargrundstück
Das Areal grenzt unmittelbar an das Boutique 5 Hotel & Spa, das die Gruppe bereits betreibt. Diese Nachbarschaft ist kein Marktzufall, sondern das logische Prinzip des Vorhabens: Sie ermöglicht es, Teams, Logistik und Teile der Ausstattung gemeinsam zu nutzen und zwei verschiedene Produkte am selben Standort zu vermarkten.
Das sorgt auch für einen realistischen Zeitplan. Ein Betreiber, der direkt neben seiner bestehenden Anlage baut, kennt das Gelände, die lokalen Behörden und die Saisonalität – im Gegensatz zu einem Investor, der eine Insel erst noch kennenlernen muss.
Was bisher noch nicht feststeht
Das muss erwähnt werden, da solche Ankündigungen schnell die Runde machen und mit Details angereichert werden, die in den Akten fehlen. Das Eröffnungsdatum, der Markenname, das Architekturbüro und die genaue Zimmerstruktur wurden noch nicht kommuniziert. Fest stehen bislang das Investitionsvolumen, die Bettenkapazität, die Fläche, die Vorabgenehmigung der Lizenz sowie die Zahl der Arbeitsplätze.
Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald Zeitplan und Marke offiziell bekannt gegeben werden.
Die Südostküste als das andere Rhodos
Kiotari liegt rund fünfzig Kilometer von der Stadt Rhodos entfernt an der Ostküste, in Richtung Lindos und darüber hinaus. Dies ist der Teil der Insel, der dem Massentourismus der 1990er Jahre entgangen ist und sich fernab der großen Ansammlungen im Norden bewegen konnte.
Die Saison folgt dem Rhythmus der Ägäis: lang, von Mai bis Oktober, mit einem Höhepunkt von Juli bis August, den die Hitze jedes Jahr spürbarer macht. Ein heute eröffnendes Resort tut gut daran, die Randzeiten im Mai, Juni, September und Oktober zu bespielen, in denen sich die Insel von ihrer besten Seite zeigt.
Unsere Einschätzung
Die wichtigste Kennzahl sind nicht die sechzig Millionen, sondern die 503 Betten. Heruntergerechnet auf die Investition entspricht das etwa 120.000 Euro pro Bett – ein Verhältnis, das das Projekt im echten Luxussegment verortet und nicht im umetikettierten Vier-Sterne-Bereich, wo die Kosten oft unter 70.000 Euro sinken.
Bleibt die Frage, die jedes neue Hotelbett im Mittelmeerraum aufwirft: das Wasser. Rhodos hatte in der Vergangenheit mit Engpässen bei den Wasserressourcen zu kämpfen, und ein Resort dieser Dimension verbraucht erhebliche Mengen. Die Planungen betonen zwar die Energieeffizienz, müssen aber ebenso überzeugende Antworten zum Thema Wasser liefern, da hier die gesellschaftliche Akzeptanz des Projekts entschieden wird.













