Am Rand der Wiener Altstadt hat das Palais Coburg seine Suiten am 3. August 2026 wiedereröffnet, nach einer Komplettrenovierung, die im Januar 2025 begann. Es arbeitet nicht mehr als klassisches Hotel, sondern als privates Gästehaus mit 36 Suiten, in dem jede Leistung im Voraus gebucht wird. Geblieben ist alles, was seinen Ruf begründet hat: das Zwei-Sterne-Restaurant von Silvio Nickol und ein Weinkeller mit mehr als 60.000 Flaschen.
- 🏛️ Der Ort · ein klassizistisches Palais, erbaut von 1840 bis 1845 auf der ehemaligen Wiener Stadtmauer.
- 🔑 Das Prinzip · privates Gästehaus: Reservierung für jede Leistung Pflicht, keine spontanen Besuche.
- 🛏️ Wie viele · 36 Suiten, davon eine barrierefrei, in drei Stilen: Royal, Classic und Modern.
- 🍽️ Die Küche · das Silvio Nickol Gourmet Restaurant mit zwei Michelin-Sternen und seit dem 7. September 2026 ein Restaurant in den Prunkräumen.
- 🍷 Der Keller · mehr als 60.000 Flaschen in sechs historischen Kellern.
- 💶 Der Preis · ab 960 € pro Nacht in der Gallery Suite für zwei (Stand: 25. Oktober 2026).
Inhalt
Die „Spargelburg“, erbaut im Jahr 1845
Das Palais wurde zwischen 1840 und 1845 für Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg nach Plänen von Karl Schleps erbaut. Es erhebt sich auf der Braunbastei, einer Bastion der alten Befestigungsanlagen, wodurch die Kasematten aus der Renaissance erhalten blieben, gewölbte Räume im Inneren der Stadtmauer. Die Wiener nennen es spöttisch „Spargelburg“, wegen seiner langen Säulenreihe.
Die Privatstiftung POK Pühringer, Teil der Pühringer Foundation Group, ist seit 1997 Eigentümerin; das Hotel eröffnete 2003 und gehört zu The Leading Hotels of the World. Geschäftsführer ist Jochen Manninger. Eine weitere historische Adresse der Stadt, das Hotel Sacher Wien, diente als Kulisse für die Serie Kommissar Rex.
Seit dem 3. August 2026 wird alles reserviert

Der Hotelbetrieb wurde im Januar 2025 für eine Komplettrenovierung eingestellt; während der Arbeiten blieben Restaurants, Veranstaltungsräume und Keller geöffnet. Die Hotelgäste kehrten am 3. August 2026 zurück, zunächst in die Suiten und den Spa, die Prunkräume folgten etwas später. Die eigentliche Neuerung ist der Status als „Private Guesthouse“: Ohne Reservierung kommt niemand mehr durch die Tür, ob für eine Nacht, ein Abendessen oder eine Kellerführung. Auch sonst tut sich etwas in Wien, mit dem ersten Pullman Österreichs, angekündigt für 2028.
36 Suiten, benannt nach den Coburger Prinzen
Alle 36 Suiten sind individuell gestaltet, eine davon ist barrierefrei. Jede trägt den Namen eines Mitglieds des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha und ist in einem von drei Stilen gehalten: Royal, Classic oder Modern. Manche blicken auf die Turmspitze des Stephansdoms.
Die Gallery Suites, mit denen die Preisliste beginnt, sind Maisonetten mit Treppe und Galerie; die Multi-Bedroom Suites haben zwei Schlafzimmer, für Familien oder Freunde. Im Zuge der Renovierung wurden zudem die Signature Suites komplett neu gestaltet.
Wo essen? Silvio Nickol und die Prunkräume

Silvio Nickol leitet seit 2011 das Gourmetrestaurant, das seinen Namen trägt. Es hält zwei Michelin-Sterne und fünf Hauben im Gault&Millau und öffnet abends von Dienstag bis Samstag. Für eine weitere österreichische Sterneadresse, diesmal in den Bergen, lohnt sich das Hotel Die Hochkönigin in Maria Alm.
Seit dem 7. September 2026 belegt ein neues Restaurant mit Küchenchef Lewis Emerson die Prunkräume, die Repräsentationssäle des Palais. Es ersetzt das Clementine, das sich im verglasten Wintergartenbau (dem Glashaus) befand. Brunch, Afternoon Tea, Abendessen und Bar gibt es täglich, unter den Kronleuchtern des gelben Salons und des Spiegelsaals.
Sechs Keller und 60.000 Flaschen unter dem Palais

Das Weinarchiv umfasst mehr als 60.000 Flaschen und mehr als 5.000 Positionen aus vier Jahrhunderten. Sie verteilen sich auf sechs historische Keller in den alten Befestigungsanlagen unter dem Palais. Sommelier Wolfgang Kneidinger betreut sie seit 2012; die Keller lassen sich bei Führungen und Verkostungen entdecken, wie alles andere nur mit Reservierung.
Ein Spa im dritten Stock mit Blick über Wien
Der Spa liegt im dritten Stock. Das Hallenbad misst 9 mal 4 Meter, ist auf 27 °C beheizt und hat eine Gegenstromanlage; dazu kommen eine finnische Sauna, ein Hamam, ein Kaltwasserbecken, ein Wintergarten und eine Sonnenterrasse mit Blick über die Stadt und den Stadtpark. Fitnessraum, Yogaraum und Behandlungsräume liegen eine Ebene tiefer, mit direktem Zugang zum Garten.
Auch Wiener ohne Übernachtung können ihn nutzen: die Mitgliedschaft „Cercle Privé“ kostet 850 € im Monat, oder 800 € bei sechs Monaten Laufzeit.
- 📍 Adresse · Coburgbastei 4, 1010 Wien, Österreich
- 🗓️ Eröffnung · für Hotelgäste wiedereröffnet am 3. August 2026; Restaurant in den Prunkräumen seit dem 7. September 2026
- 🔑 Zugang · privates Gästehaus, Reservierung für jede Leistung Pflicht
- 🛏️ Kapazität · 36 Suiten (eine barrierefrei): Gallery Suites, Suites, Multi-Bedroom Suites, Signature Suites
- 🍽️ Restaurants · Silvio Nickol Gourmet Restaurant (2 Michelin-Sterne, Dienstag bis Samstag abends); Prunkräume (Brunch, Afternoon Tea, Abendessen und Bar täglich, Küchenchef Lewis Emerson)
- 🍷 Keller · mehr als 60.000 Flaschen in sechs historischen Kellern, Führungen und Verkostungen
- 🧖 Spa · dritter Stock: Pool 9 x 4 m, finnische Sauna, Hamam, Kaltwasserbecken, Wintergarten, Sonnenterrasse; Fitness, Yoga und Behandlungen auf Gartenebene
- 💶 Preise · ab 960 € pro Nacht in der Gallery Suite für 2 Erwachsene (Nacht vom 17. auf den 18. November 2026), Suites ab 1.103 €, Multi-Bedroom Suites ab 2.525 €; Stand 25. Oktober 2026 laut offizieller Buchungsseite, ob Steuern enthalten sind, ist nicht angegeben
- 📞 Kontakt · +43 1 518 18 0
- 🌐 Offizielle Website · palais-coburg.com
















