- 🏨 197 eröffnete Hotels · 31.500 Zimmer im ersten Halbjahr 2026, ein Rekord für den Konzern
- 🌍 1.049.000 Zimmer · Das weltweite Portfolio überschreitet die Millionengrenze, verteilt auf 7.109 Hotels
- 📈 RevPAR steigt um 4,1 % · Amerika 4,8 %, EMEAA 3,0 %, Großchina 3,1 %
- 💰 665 Mio. USD Betriebsgewinn · Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr
- 🔮 348.000 Zimmer in der Pipeline · das entspricht 33 % des aktuellen Bestands
IHG Hotels & Resorts hat seine Ergebnisse für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 vorgelegt. Dabei zieht eine Zahl abseits der reinen Finanzwerte die Aufmerksamkeit auf sich: Der britische Konzern eröffnete 197 Hotels in einem Halbjahr – das stärkste Wachstumstempo seit der Unternehmensgründung. Damit überschreitet das globale Portfolio die symbolische Marke von einer Million Zimmern.
Ein Rekordhalbjahr beim Portfolio-Ausbau
Die 197 Neueröffnungen entsprechen 31.500 Zimmern, die zwischen Januar und Juni in Betrieb genommen wurden – ein organisches Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Im selben Zeitraum unterzeichnete der Konzern Verträge für 352 neue Hotels mit 49.200 Zimmern, was ebenfalls einem Zuwachs von 8 % entspricht.
Das weltweite Portfolio umfasst nun 1.049.000 Zimmer in 7.109 Hotels, was einem Nettowachstum von 5 % innerhalb von zwölf Monaten entspricht. Elie Maalouf, CEO des Konzerns, hob diese „Rekordleistungen mit fast 200 Hoteleröffnungen im ersten Halbjahr“ hervor.
Die wichtigsten Kennzahlen des Halbjahres

- Eröffnete Zimmer · 31.500 in 197 Hotels
- Unterzeichnete Zimmer · 49.200 in 352 Hotels
- Gesamtportfolio · 1.049.000 Zimmer, 7.109 Hotels
- Entwicklungspipeline · 348.000 Zimmer, 2.385 Hotels
- RevPAR · Weltweit um 4,1 % gestiegen
- Umsatz der berichteten Segmente · 1.255 Mio. USD (Vorjahr: 1.175 Mio. USD)
- Betriebsgewinn · 665 Mio. USD (Vorjahr: 604 Mio. USD)
- Bereinigter Gewinn pro Aktie · 274,7 Cents (+13 %)
- Zwischendividende · 64,5 Cents pro Aktie (+10 %)
- Aktienrückkauf 2026 · Programm über 950 Mio. USD, zum 30. Juni zu 42 % umgesetzt
Wachstum ohne hohen Kapitaleinsatz
Die spannendste Erkenntnis liegt jedoch nicht allein in der operativen Leistung. Mit einer Gebührenmarge, die von 64,7 % auf 65,9 % steigt, bestätigt IHG ein Modell, bei dem Wachstum aus der Stärke der Marke und nicht aus Immobilieneigentum resultiert: Der Konzern schließt Franchise- und Managementverträge ab, vereinnahmt Lizenzgebühren und überlässt die Gebäude-Finanzierung den Eigentümern.
Die Projektpipeline umfasst mit 348.000 Zimmern ein Drittel des bestehenden Portfolios, was eine in der Hotellerie seltene Planungssicherheit für die kommenden fünf bis sieben Jahre bietet. Die für 2026 angekündigten Ausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar sind eine direkte Folge dieser kapitalarmen Strategie.
IHG im Vergleich zur Konkurrenz
Der Vergleich mit den Ergebnissen von Hyatt im zweiten Quartal veranschaulicht die Größenordnungen. Hyatt meldete eine Rekord-Projektpipeline von 154.000 Zimmern; die Pipeline von IHG umfasst 348.000 Zimmer und ist damit mehr als doppelt so groß. Diese Differenz sagt nichts über die Qualität der Portfolios aus, zeigt aber deutliche Unterschiede in der Positionierung: Hyatt setzt auf Exklusivität im Premiumsegment, IHG auf Volumen über die gesamte Markenpyramide hinweg, vom Midscale- bis zum Luxussegment.
Diese Breite des Portfolios erklärt die Stabilität des Konzerns: Schwächelt ein Segment, fängt ein anderes den Dämpfer ab – ein Vorteil, den ein fokussierter Nischenanbieter nicht nutzen kann.
Was dies über den Markt aussagt
Das RevPAR-Wachstum von 4,1 % bleibt solide, ohne spektakulär zu sein. Bemerkenswert ist dabei die geografische Ausgewogenheit: Großchina, lange Zeit das Sorgenkind internationaler Hotelkonzerne, legt um 3,1 % zu und wächst damit auf einem ähnlichen Niveau wie die Region Europa, Naher Osten, Asie und Afrika.
Für Reisende schlägt sich dieser Expansionskurs vor allem im Wachstum von Collection-Marken nieder. Diese flexiblen Konzepte ermöglichen es unabhängigen Hotels, sich einem Konzern anzuschließen, ohne ihre eigene Identität aufzugeben. Auf dieses Segment stützt IHG einen wachsenden Teil seiner Entwicklung, wie die zeitgleich angekündigte Integration der drei The Hari Hotels in die Vignette Collection verdeutlicht.








