- Wo · Florhofgasse, nur wenige Schritte vom Kunsthaus und der Zürcher Altstadt entfernt (Schweiz)
- Was · ein in ein Boutique-Hotel umgewandeltes Patrizierhaus, das erste von Lalique in Zürich
- Wie viel · 13 Zimmer und Suiten, und nicht die einst angekündigten 35 Schlüssel
- Wer · Lalique Group · Silvio Denz und Peter Spuhler · Leitung Tanja Wegmann
- Kulinarik · zeitgenössische Brasserie unter der Leitung von Executive Chef John Schiffmann
Dreizehn Schlüssel sind keine erlittene Einschränkung: Sie sind das Modell. Die Villa Florhof, Laliques erste Hoteladresse in Zürich, eröffnet mit 13 Zimmern und Suiten, wo erste Gerüchte noch fünfunddreißig ankündigten. Der Unterschied ist kein Verzicht, sondern die eigentliche Definition dessen, was die Gruppe hier verkauft: ein Haus, kein Hotel.
1. Ein Patrizierhaus, dreizehn Schlüssel
Die Villa befindet sich in einem ruhigen, aber zentralen Quartier, nur wenige Minuten vom Kunsthaus, den Universitäten und den Gassen der Altstadt entfernt. Die Renovierung wurde so durchgeführt, dass die Seele des Gebäudes erhalten blieb und gleichzeitig der heute erwartete Komfort Einzug hielt · unter den Augen der Eigentümer Silvio Denz und Peter Spuhler.
Das intime Format macht den hochgradig personalisierten Service erst wirtschaftlich tragbar: Bei dreizehn Schlüsseln kennt man jeden Gast beim Namen, ohne industrielle Mittel aufbieten zu müssen. Der private Garten, geschützt vom Stadtlärm, rundet das Angebot ab.





2. Eine Brasserie und ein Küchenchef-Wechsel drei Wochen vor Eröffnung
Das Restaurant ist das Herzstück des Projekts, konzipiert für Einheimische ebenso wie für Hotelgäste. Es wird von Executive Chef John Schiffmann geleitet, der zuvor im Dolder Grand und in Andreas Caminadas Buech in Herrliberg tätig war und eine zeitgemäße Interpretation von Brasserie-Klassikern sowie saisonalen Produkten bietet. Unterstützt wird er von Christian Hoffmann, der aus dem Lorenz Adlon Esszimmer und dem Golvet in Berlin kommt.
Diese Konstellation war so nicht geplant: Wenige Wochen vor der Eröffnung gab das Haus die Trennung vom Küchenchef Christian Jürgens bekannt, der ursprünglich für die Gastronomie vorgesehen war. Die Führung hat die kulinarische Strategie in der Zwischenzeit neu ausgerichtet, was bei einem Projekt dieser Größe auf Nuancen ankommt.
3. Ein Team aus der Spitze des Schweizer Marktes
Die Gesamtleitung liegt bei Tanja Wegmann, ehemaliger Direktorin des Grand Hotel Les Trois Rois in Basel, die heute die Hospitality-Sparte der Lalique Group leitet und Verwaltungsratspräsidentin der Villa Florhof AG ist. Die operative Leitung übernimmt Kilian Rainalter, der das Projekt seit 2023 begleitet.
Der Werdegang Letzteren zeigt das angestrebte Niveau: Er arbeitete bei Andreas Caminada im Schloss Schauenstein und der Casa Caminada · zwei Häusern, in denen Service und Kulinarik demselben hohen Anspruch folgen.
4. Was Zürich von Häusern mit kleiner Kapazität erwartet
Der Kontext ist der eines Marktes im Wandel. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Tourismusregion Zürich einen Rückgang der Übernachtungen um 1,4 %, was auf die Schwäche der Fernmärkte zurückzuführen ist, während die Schweizer und europäische Kundschaft stabil blieb.
Gerade Häuser mit kleineren Kapazitäten profitieren von diesem Wandel: Eine regionale Kundschaft, die häufig wiederkehrt und eine lokale Verankerung sucht, fühlt sich in einem Haus mit dreizehn Schlüsseln wohler als in einem Großhotel, das auf Fernreisegruppen ausgerichtet ist.
- 📍 Lage · Florhofgasse, Kunsthaus-Quartier, Zürich (Schweiz)
- 🏨 Marke · Lalique Group, Hospitality-Sparte
- 🔑 Kapazität · 13 Zimmer und Suiten
- 👤 Eigentümer · Silvio Denz und Peter Spuhler
- 🏛️ Führung · Tanja Wegmann (Gesamtleitung) · Kilian Rainalter (Hotelleitung)
- 🍽️ Kulinarik · Moderne Brasserie · Executive Chef John Schiffmann, Sous-Chef Christian Hoffmann
- 🔗 Website · villaflorhof.com









