- IHG Hotels & Resorts konvertiert gemeinsam mit GCP Hospitality 14 Hotels in Kyoto mit insgesamt 1.063 Zimmern.
- Zwölf werden unter der Marke Garner geführt, eines wird zu einem Holiday Inn Express, das vierzehnte bleibt vorerst unabhängig.
- Keine Neubauten: Es handelt sich um bestehende Immobilien rund um den Bahnhof, Shijō und Gojo.
- IHG deckt nun alle Segmente der Stadt ab, vom Ultra-Luxus des Six Senses bis zum Mittelklasse-Segment.
Die größte Markenkonvertierung im modernen Japan
IHG übernimmt auf einen Schlag vierzehn Betriebe in der ehemaligen kaiserlichen Hauptstadt in Partnerschaft mit GCP Hospitality, dem Hotelzweig der G. Capital Group. Der entscheidende Punkt ist nicht die Anzahl, sondern die Methode: Keines dieser Hotels muss erst gebaut werden, alle existieren bereits und sind in Betrieb. In einem Markt, in dem Grundstücke in Kyoto rar, teuer und durch Höhenbegrenzungen streng reglementiert sind, ist die Konvertierung der einzige Weg für schnelles Wachstum.




Was jede Partei einbringt
GCP Hospitality behält den Betrieb, IHG steuert den Vertrieb, die Technologie und das Treueprogramm IHG One Rewards bei. Dies ist das klassische Modell eines Franchise- oder Managementvertrags und erklärt die Schnelligkeit des Projekts: Nichts muss zurückgekauft werden, keine tiefgreifenden Renovierungen sind nötig, es muss lediglich ein neues Schild angebracht und das Buchungssystem angeschlossen werden. Die 1.063 Zimmer haben von heute auf morgen Zugriff auf eine Mitgliederdatenbank, die nach zweistelligen Millionen zählt.
Garner, die am schnellsten wachsende Marke in der Geschichte von IHG
Die 2023 eingeführte Marke Garner bedient das mittlere Marktsegment und verzeichnet bereits über einhundert geöffnete Hotels weltweit, was sie zur am schnellsten expandierenden Marke in der Geschichte der Gruppe macht. Zwölf der vierzehn Adressen in Kyoto werden diesen Namen tragen. Diese Entscheidung sagt viel darüber aus, worauf IHG in Japan abzielt: nicht auf den bereits gut bedienten Luxusreisenden, sondern auf den Massentourismus, den das Land seit der Wiederöffnung seiner Grenzen erlebt. Hinzu kommen ein auf Effizienz ausgerichtetes Holiday Inn Express und eine vierzehnte Immobilie, die vorerst ohne Marke bleibt, bis ihre Positionierung feststeht.
Das Projekt in Zahlen
| Betroffene Hotels | 14 |
|---|---|
| Zimmer | 1.063 |
| Unter der Marke Garner | 12 |
| Holiday Inn Express | 1 |
| Vorerst ohne Marke | 1 |
| Partner | GCP Hospitality, ein Zweig der G. Capital Group |
| Viertel | Bahnhof Kyoto, Shijō, Gojo |
| Bereits von IHG in Kyoto betrieben | Six Senses Kyoto |
Die Meinung von La Revue des Hôtels
Kyoto erlebt seit drei Jahren ein Spannungsfeld, das nur wenige historische Städte kennen: eine Rekordbesucherzahl, ein durch Vorschriften begrenztes Hotelangebot und eine lokale Bevölkerung, die ihren Unmut immer offener äußert. In diesem Kontext ist ein Projekt, das kein einziges neue Bett schafft, sondern tausend bestehende Zimmer unter eine internationale Marke stellt, politisch weitaus geschickter als ein Neubau. IHG gewinnt tausend Schlüssel, ohne auch nur eine einzige Genehmigung beantragen zu müssen.
Die Kehrseite ist allen Hotelgruppen bekannt, die Konvertierungen in großem Stil durchführen: Eine Marke auf einem alten Gebäude garantiert weder Komfort noch ein konsistentes Erlebnis. Der Ruf von Garner in Kyoto wird sich am tatsächlichen Zustand dieser vierzehn Gebäude messen lassen müssen, nicht an dem Logo über dem Eingang.
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