- 🚡 Eröffnung · Das Hôtellerie des Laquets öffnet im September 2026 auf 2.620 Metern unterhalb des Gipfels des Pic du Midi de Bigorre nach einer 11 Millionen Euro teuren Renovierung.
- 🛏️ Konzept · Nur 16 Zimmer, maximal 32 Gäste, ab 569 Euro pro Nacht, erreichbar über eine private Seilbahn ohne Zwischendurstützen.
- 🏰 Gebietsdynamik · Château de Riell, Grand Hôtel l’Ermitage in Font-Romeu, Domaine Mont Riant Canigou · die Pyrenäen wandeln sich zu einem Ort für historisches und exklusives Luxusambiente.
- ♨️ Antriebskräfte · Historische Thermalbäder, neu interpretiert als Prestige-Spas, und regionale Spitzenküche treiben die Aufwertung von der Cerdagne bis ins Béarn voran.
🚡 Das Laquets-Projekt im Detail
🚉 Canfranc Estación, die andere Seite
🏔️ Lodge Park, der Sommer auf 1.817 m
Lange Zeit auf Skitourismus für Familien und Kuranwendungen beschränkt, entwickeln sich die französischen Pyrenäen hin zu einer ganz besonderen High-End-Hotellerie: wenige Zimmer, viel Ruhe und geschichtsträchtige Gebäude, die wiederbelebt wurden. Die Eröffnung des Hôtellerie des Laquets im September 2026 auf 2.620 Metern Höhe markiert diesen Wendepunkt vom Pic du Midi de Bigorre über die katharischen Ausläufer bis hin zum Béarn.

Das Hôtellerie des Laquets: Ein Luxushotel auf 2.620 Metern am Pic du Midi
Das meistdiskutierte Projekt der französischen Berghotellerie befindet sich in einem Gebäude aus den 1930er-Jahren, das fast dreißig Jahre lang unterhalb des Gipfels des Pic du Midi de Bigorre leer stand. Für die Wiederinbetriebnahme wurden 11 Millionen Euro investiert und das Architekturbüro 360° Architecture beauftragt, das die ursprüngliche Silhouette mit einem bewusst schlichten, modernen Anbau verbindet.
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Bereits die Anreise unterstreicht den Anspruch: Gäste nutzen eine private Seilbahn ohne Zwischendurstützen, was den visuellen Eingriff auf dem Bergrücken minimiert. Am Ziel erwarten sie sechzehn Zimmer, maximal zweiunddreißig Gäste und Zimmerpreise ab 569 Euro. Wir haben die Projektfinanzierung bereits in unserem Artikel zur Ankündigung des Hôtellerie des Laquets detailliert beleuchtet.

Schlösser und charaktervolle Häuser: Die neuen Adressen der Pyrenäen
Die Entwicklung geht weit über den Pic du Midi hinaus. In der gesamten Bergkette werden historische Anwesen auf Exklusivität statt auf Massentourismus ausgerichtet. Das Château de Riell und die Domaine Mont Riant Canigou verkörpern diesen Wandel hin zu lokaler Geschichte und maßgeschneidertem Service, während das Grand Hôtel l’Ermitage in Font-Romeu seine Gäste an einem jahrhundertealten historischen Standort empfängt, an dem freiliegendes Holz und Stein erhalten blieben.
Letzteres verdeutlicht das Konzept perfekt: Als ehemaliger Landsitz und Pilgerstation auf dem Jakobsweg wurde es nach dreijähriger Bauzeit im Dezember 2024 unter der Marke Handwritten Collection von Accor wiedereröffnet. Es bietet rund zwanzig Zimmer sowie eine Anfang 2026 fertiggestellte Erweiterung, ergänzt durch ein katalanisches Restaurant und ein Café. Weder ein Retorten-Resort noch ein neues Chalet, sondern ein bestehendes Gebäude, das den Ansprüchen eines urbanen Publikums angepasst wurde.


| Adresse | Lage | Besonderheit |
|---|---|---|
| L’Hôtellerie des Laquets | Pic du Midi de Bigorre, 2.620 m | 16 Zimmer, private Seilbahn, Eröffnung September 2026 |
| Grand Hôtel l’Ermitage | Font-Romeu, Cerdagne | Historischer Landsitz, Wiedereröffnung Ende 2024 unter Handwritten Collection |
| Château de Riell | Pyrénées-Orientales | Historisches Anwesen, diskreter Empfang |
| Domaine Mont Riant Canigou | Canigou-Massiv | Maßgeschneiderte Aufenthalte mit Bezug zur lokalen Geschichte |
| Le Chalet Secret | In der Nähe von Barèges, Hautes-Pyrénées | Intimes Format, privater Wellnessbereich |
| Le Clos Mirabel | Béarn | Charaktervolles Anwesen in familiärem Rahmen |


Thermalismus und Gastronomie als treibende Kräfte
Die Bergregion besitzt einen Vorteil, den die Alpen nicht kopieren können: ein jahrhundertealtes Erbe an Thermalbädern, das heute als exklusiver Spa-Bereich neu interpretiert wird. Private Kabinen und Außenpools mit Blick auf das Bergpanorama verwandeln die historische Kuranwendung in ein hochwertiges Hotelargument, sowohl in Barèges als auch im Béarn, wo intime Adressen das Angebot abrunden.
Auch die Gastronomie folgt diesem Trend. Die regionale Küche setzt auf kurze Transportwege und lokale Weine und interpretiert das kulinarische Erbe der Pyrenäen auf gehobenem Niveau. Diese Kombination aus Höhenlage, Thermen und Kulinarik unterscheidet das pyrenäische Angebot vom klassischen Premium-Bergurlaub. Dasselbe Prinzip zeigt sich auf der anderen Seite der Grenze, wie die Umwandlung des Bahnhofs von Canfranc in ein Fünf-Sterne-Hotel beweist.
Was dieser Wandel über die französische Luxushotellerie aussagt
Die Pyrenäen versuchen gar nicht erst, bei der Zimmeranzahl mit Courchevel oder Megève zu konkurrieren. Sie setzen auf Exklusivität: wenige Zimmer, geschichtsträchtige Gebäude und ein mitunter bewusst erschwerter Zugang. Damit positionieren sie sich ähnlich wie jene herausragenden Häuser in der Liste der Palaces de France 2026 – und das in einer Region, die in diesen Rankings bislang nicht vertreten war.
- 📍 Lage · Pic du Midi de Bigorre, Hautes-Pyrénées, Frankreich
- 📅 Eröffnung · September 2026
- 🛏️ Kapazität · 16 Zimmer, maximal 32 Gäste
- 💶 Preise · ab 569 Euro pro Nacht
- 🚡 Anreise · Private Seilbahn ohne Zwischendurstützen
- 🔗 Offizielle Websites · picdumidi.com (Hôtellerie des Laquets) · grandhotelermitage.fr · chateauderiell.com








