Einige Hotels begnügen sich nicht nur mit der Unterbringung, sie sind das Erlebnis selbst. Unter Wasser, im Eis, aus Salz gehauen oder schwebend in luftiger Höhe: Hier sind zehn der außergewöhnlichsten Adressen unseres Planeten, die jede Nacht in eine unvergessliche Erinnerung verwandeln.
Schlafen unter dem Ozean
Auf den Malediven war The Muraka im Conrad Rangali Island die erste Luxusvilla, deren Hauptschlafzimmer komplett fünf Meter unter der Lagune versunken ist. Für 50.000 Dollar pro Nacht gestartet, lässt sie sich heute ab rund zwölftausend Dollar buchen. In Dubai tauchen die Suiten Neptune und Poseidon im Atlantis The Palm Schlafzimmer und Badezimmer in das Herz eines elf Millionen Liter fassenden Aquariums mit Haien und Rochen.
Eine Nacht im Eis
Jeden Winter aus dem Eis des Flusses Torne neu erbaut, war das Icehotel in Jukkasjärvi im schwedischen Lappland im Jahr 1990 das weltweit erste Eishotel. Rund fünfzig Suiten werden dort jedes Jahr von Künstlern aus aller Welt geschnitzt, bevor sie im Frühjahr schmelzen. Sein nordamerikanischer Cousin, das Hôtel de Glace nahe Québec, entsteht ebenfalls jede Saison aus 30.000 Eisblöcken völlig neu.

Im Herzen des Felsens
In Kappadokien in der Türkei sind Höhlenhotels in das Vulkanhinterland gegraben, mit gewölbten Zimmern und über den Feenkaminen hängenden Terrassen. Das Museum Hotel in Uçhisar, das einzige Relais & Châteaux der Region, stellt Hunderte historischer Artefakte aus und versteht sich als weltweit erstes Hotelmuseum.

Ein Salzpalast
In Bolivien, am Rande der größten Salzwüste der Erde, ist der Palacio de Sal aus rund einer Million Salzblöcken erbaut: Böden, Wände, Decken, Betten und Möbel, alles besteht aus Salz. Eine interne Regel bittet die Gäste lediglich darum, nicht an den Wänden zu lecken.

Hoch in den Bäumen
Ebenfalls im schwedischen Lappland lässt das Treehotel seine Design-Baumhäuser in den Kiefern hängen. Der Mirrorcube, ein vier Meter großer Spiegelglaswürfel, verschmilzt durch die Reflexion des Waldes förmlich mit der Natur; die von Snøhetta entworfene 7th Room bietet eine Netzterrasse direkt unter den Polarlichtern. In der Provence laden die transparenten Blasen von Attrap’Rêves dazu ein, unter Sternen einzuschlafen.

Schwebend in luftiger Höhe
In Peru, im Heiligen Tal der Inkas, hängen die transparenten Kapseln der Skylodge Adventure Suites in hundertzwanzig Metern Höhe an einer Felswand. Um dort zu nächtigen, muss man einen Klettersteig bezwingen, hinab geht es per Seilrutsche. Schließlich entfaltet das spektakuläre, von Frank Gehry entworfene Hotel Marqués de Riscal in der spanischen Rioja seine rosé- und goldfarbenen Titanwellen über den Weinbergen.
Die Nacht als Reiseziel
Von der Unterwasserkabine bis zum Spiegel-Baumhaus erinnern diese Hotels daran, dass die Reise manchmal genau in dem Moment beginnt, da man schlafen geht. Bleibt nur die Wahl des Elements: Wasser, Eis, Fels oder Himmel.
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